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tDCS während der Schlaganfalltherapie

Die transkranielle Gleichstromstimulation (tDCS) ist eine nicht-invasive Hirnstimulationstechnik zur Beurteilung der Wirksamkeit von Sprach- oder motorischen Funktionen bei Patienten in der Neurorehabilitation. Dr. Rebeka Hughes beantwortete einige Fragen zu dieser Untersuchungsmethode.

 

Was ist tDCS und wie funktioniert es?

 

tDCS ist eine Form der Neuromodulation, bei der ein konstanter, schwacher Gleichstrom über Elektroden am Kopf zugeführt wird. Im Gegensatz dazu verwendet die kraniale Elektrostimulation in der Regel Wechselstrom auf die gleiche Weise.

 

Welche Patienten profitieren von einer solchen Untersuchung?

 

Ursprünglich wurde die Methode zur Unterstützung von Patienten mit Hirnverletzungen oder psychiatrischen Erkrankungen wie schweren Depressionen entwickelt. Die Studienlage zur Wirksamkeit der transkraniellen Gleichstromstimulation (tDCS) zur kognitiven Verbesserung bei gesunden Menschen ist jedoch uneinheitlich. Mehrere Studien belegen geringe, aber signifikante kognitive Verbesserungen. Es gibt keine eindeutigen Belege für eine Verbesserung der Oberarmfunktion nach einem Schlaganfall, die Methode scheint jedoch als Beurteilungsmethode für motorische und sprachliche Funktionen bei Schlaganfallpatienten von Nutzen zu sein. Bei unseren Patienten im cereneo erzielten wir mit tDCS gute Ergebnisse sowohl hinsichtlich der kognitiven Verbesserung als auch der Oberarmfunktion.

 

Was ist zur Durchführung einer solchen Bewertung erforderlich?

 

Elektroden. Die Elektrodenpads sind in verschiedenen Größen erhältlich; kleinere Elektroden ermöglichen eine gezieltere Stimulation eines Bereichs, während größere Elektroden die Stimulation des gesamten Zielgebiets (ROI) gewährleisten. Bei Aphasiepatienten wird je nach Aphasieform das Wernicke- oder Broca-Areal stimuliert. Da das Zielgebiet klein sein kann, ist es oft hilfreich, dieses Gebiet vor der Elektrodenplatzierung mithilfe eines bildgebenden Verfahrens wie der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT) zu lokalisieren.

 

Inwiefern kann diese Beurteilung den Verlauf der neurorehabilitativen Behandlung einer Person beeinflussen?

 

Die transkranielle Gleichstromstimulation (tDCS) wird üblicherweise vor intensiver Sprachtherapie oder manchmal auch vor Bewegungstherapiesitzungen eingesetzt, um verschiedene Hirnareale zu stimulieren. Als ergänzende Therapiemethode angewendet, zeigen Patienten oft bessere Therapiefortschritte, da die betroffenen neurologischen Bereiche gezielt angesprochen werden. Sie wird auch häufig zur Behandlung von Schluckstörungen oder Parkinson-Patienten eingesetzt.

CERENEO PREVENTION