
Mit HiFUS setzen wir gebündelte Ultraschallwellen präzise gegen bestimmte Erkrankungen des Gehirns ein – etwa bei essenziellem Tremor, Parkinson oder anderen Bewegungsstörungen. Ohne Öffnung der Schädeldecke, ohne Schädigung des umliegenden Gewebes.
Liebe Leserinnen und Leser: Die hier zusammengestellten Inhalte dienen ausschliesslich Ihrer allgemeinen Orientierung und sind kein Ersatz für ein persönliches bzw. therapeutisches Gespräch. Bei Fragen melden Sie sich jederzeit gerne direkt bei uns.
Beim fokussierten Ultraschall – korrekt bezeichnet als hochintensiver fokussierter Ultraschall (HiFUS) – handelt es sich um ein modernes Verfahren zur Behandlung von Hirnerkrankungen. Dabei werden Schallwellen gebündelt und exakt auf eine definierte Region im Gehirn ausgerichtet. Begriffe wie FUS oder MRgFUS (MR-gestützter fokussierter Ultraschall) begegnen Ihnen in diesem Zusammenhang ebenfalls – sie bezeichnen alle dasselbe Verfahren. Anders als bei klassischen neurochirurgischen Operationen muss die Schädeldecke hierfür nicht geöffnet werden.
Die innovative HiFUS-Technologie setzt die Energie der Ultraschallwellen ein, um kleine Areale im Gehirn punktgenau zu behandeln – das umliegende gesunde Gewebe bleibt dabei unversehrt.
Der Fokussierte Ultraschall kommt bei einer Reihe neurologischer Krankheitsbilder zum Einsatz:

Die Behandlung mit Fokussiertem Ultraschall bietet im Vergleich mit herkömmlichen neurochirurgischen Verfahren folgende Vorteile:
Die möglichen Nebenwirkungen einer MRgFUS-Behandlung sind meist mild und häufig vorübergehend.
Dazu gehören:
In sehr seltenen Fällen können dauerhafte Nebenwirkungen auftreten, wenn umliegendes Gewebe durch die Behandlung beeinträchtigt wird.
Die Behandlung selbst empfinden die meisten Patient:innen nicht als schmerzhaft. Gelegentlich kann ein leichtes Wärmegefühl auftreten.
Beim Grossteil der Patient:innen tritt eine Verbesserung unmittelbar nach der Behandlung ein. Die volle Wirkung kann sich über mehrere Wochen entwickeln.
Nein, für die HiFUS-Behandlung ist eine komplette Rasur der Kopfhaare erforderlich. Bei der Behandlung wird der Helm mit den Ultraschallquellen mit Wasser gefüllt. Eine Membran dichtet den Helm ab, so dass das Wasser zwischen der Innenseite des Helms und Ihrem Kopf zirkuliert. Wenn die Haare nicht rasiert sind, verfangen sich bereits in Haarstoppeln Luftbläschen. Diese Luft würde die Ultraschallwellen abschwächen. cereneo bietet für diese Sorge einen Friseur-Partner, der Sie bereits im Vorfeld gerne berät und mögliche Zwischenlösungen mit Ihnen bespricht.
In der Regel dauert die HiFUS-Behandlung zwischen 2 und 4 Stunden, wovon ein grosser Teil im MRT stattfindet, wo die Ultraschallbehandlung überwacht wird.
Da die Behandlung zwingend im MRT stattfindet, kann sie bei Angst vor engen Räumen herausfordernd werden. Die Einnahme von Beruhigungsmitteln ist eingeschränkt, da diese Tremor und andere Symptome beeinflussen können und eine sichere Behandlung so erschweren. Unsere erfahrenes Behandlungsteam bespricht gerne individuell mit Ihnen, ob sich Lösungen für Ihre besondere Situation finden lassen.
Bei implantierten Herzschrittmachern kann die Behandlung nur dann durchgeführt werden, wenn sowohl Herzschrittmacher als auch die Elektroden für MRTs zugelassen sind. Im Falle, dass Sie einen implantierten Herzschrittmacher haben, ist die Zusendung einer Ausweiskopie samt zugehöriger Unterlagen erforderlich.
Die Voruntersuchungen vor der Behandlung führen wir bei uns in der cereneo Klinik durch. Wir benötigen von Ihnen also insbesondere Dokumente zu Ihren Begleiterkrankungen und eingenommenen Medikamenten. Vor einer Behandlung fertigen wir ein MRT des Kopfes und eine besondere Computertomografie des Kopfes an. In einer neurologischen Untersuchung dokumentieren wir den Schweregrad Ihrer Symptome. Sollten wir feststellen, dass bei Ihnen als Alternative zur Behandlung mit dem fokussiertem Ultraschall auch gute Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung ganz ohne Eingriff, nur mit Medikamenten, besteht, würden wir dies vorab mit Ihnen angehen. Zur Abschätzung der Verträglichkeit und Risiken sind auch eine neuropsychologische und eine psychiatrische Beurteilung vorab erforderlich.
Grundsätzlich wird die Behandlung in der Schweiz von den Krankenkassen übernommen. Da wir eine Privatklinik sind, müsste dies individuell mit Ihrer Krankenkasse abgeklärt werden.