Fokus Parkinson – Ernährung als wirksames Mittel zur Unterstützung der Rehabilitation

Bei cereneo liegt unser Schwerpunkt auf der Rehabilitation von neurologischen Erkrankungen. Um die Genesung unserer Patienten zu unterstützen, legen wir grossen Wert auf die Ernährung und zeigen ihnen Wege auf, wie sie ihre Essgewohnheiten langfristig ändern können. Die Ernährung kann wesentlich zu Ihrer Gesundheit und Ihrem Wohlbefinden beitragen. Es gibt so viele leckere und gesunde Lebensmittel! Eine Ernährungsumstellung bedeutet nicht, dass man schlecht schmeckende Lebensmittel essen muss.

In unserer Serie Ernährung und Rehabilitation befassen wir uns mit verschiedenen neurologischen Erkrankungen. In diesem Artikel liegt der Schwerpunkt auf Parkinson. Wenn es um Parkinson geht, ist eine ausgewogene Ernährung sehr wichtig.

Bevor wir in das Thema Ernährung einsteigen, gehen wir einen Schritt zurück und schauen uns das Krankheitsbild ein bisschen genauer an.

Was ist Parkinson? Was sind die Ursachen?

Parkinson ist eine der häufigsten neurodegenerativen Erkrankungen, von der weltweit etwa 10 Millionen Menschen betroffen sind. Sie tritt häufiger bei Männern als bei Frauen auf und in der Regel zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr.
Trotz umfangreicher Forschung ist über die Ursachen nur wenig bekannt, aber die Krankheit ist das Ergebnis einer sinkenden Dopaminproduktion. Dopamin ist ein körpereigener Neurotransmitter, der vom Nervensystem zur Übermittlung von Nachrichten zwischen den Nervenzellen verwendet wird. Zu viel oder zu wenig davon kann zu einer ganzen Reihe von Gesundheitsproblemen führen.

Was sind typische Symptome von Parkinson?

Zu den körperlichen Symptomen gehören:

  • Tremor (Zittern im Ruhezustand)
  • Muskelversteifung (Rigor)
  • verlangsamte Bewegungen mit kleinen Schritten und oft vermindertes Schwingen der Arme (in vielen Fällen einseitig)
  • typisches Maskengesicht (emotionale Ausdrücke sind schwierig zu zeigen)

Normalerweise treten Veränderungen oder Beeinträchtigungen der nicht-motorischen Funktionen sehr viel früher auf und sollten Angehörige alarmieren. Typische nicht-motorische Symptome können u. a. Sprechen im Schlaf oder Schlafwandeln, Inkontinenz, Depressionen, Angstzustände, Schmerzen, Schwindel sowie Geruchs- und Geschmacksverlust sein.

Neben den typischen Symptomen geht Parkinson häufig mit Schlafstörungen, Verstopfung, Blasenproblemen und Problemen beim Schlucken und Kauen einher. So kann das Essen und eine gesunde Ernährung für Parkinson-Patienten zu einer sehr anspruchsvollen und anstrengenden Aufgabe werden, die nicht selten zu Mangelernährung führen kann. Da Parkinson-Patienten aufgrund unkontrollierter Bewegungen einen erhöhten Stress-Stoffwechsel haben, ist es besonders wichtig, den Energiebedarf und die Essgewohnheiten anzupassen.

Hier sind einige hilfreiche Tipps für Ihre Ernährung:

  • Reduzieren Sie die Grösse der einzelnen Mahlzeiten und essen Sie häufiger über den Tag verteilt. Da Essen für Parkinson-Patienten sehr anstrengend sein kann, sind 5-6 Mahlzeiten optimal, um eine ausreichende Nahrungsaufnahme zu gewährleisten.
  • Essen Sie kalorienreiche Lebensmittel wie Avocados, Nussbutter oder Brotaufstriche und Lachs, um Ihren Kalorienbedarf zu decken. Sie können sogar einige Nüsse oder eine Avocado in einen Smoothie geben, um eine Zwischenmahlzeit mit mehr Kalorien zu ergänzen.
  • Ballaststoffreiche Kohlenhydrate, Hülsenfrüchte, Gemüse und Obst liefern Energie und wirken sich positiv auf die Verdauung aus und Verstopfungen vorbeugt.
  • Achten Sie darauf, dass die Nahrung die richtige Konsistenz hat, damit sie leicht zu schlucken ist. Dazu ist es hilfreich, sich von Ihrem behandelnden Neurologen, Logopäden oder einem Ernährungsexperten beraten zu lassen.
  • Nehmen Sie 30 Minuten vor und eine Stunde nach der Dopaminmedikation keine Eiweisse zu sich, damit die Dopaminmedikamente so effizient wie möglich wirken können. Proteine verringern die Verarbeitung und Aufnahme von Dopamin.

Bei cereneo forschen wir ständig nach Möglichkeiten, die neurologische Rehabilitation durch Ernährung besser zu unterstützen.

Wenn Sie den Verdacht haben, dass jemand an Parkinson erkrankt ist, ist es wichtig, sich ärztlich untersuchen zu lassen. Je früher Parkinson diagnostiziert wird, desto besser. Mit einer frühzeitigen Behandlung lassen sich die Symptome zwar nicht ganz verhindern, aber das Auftreten schwerer Symptome kann um Jahre verzögert werden.

Für eine zweite Meinung oder eine Beratung durch einen Neurologen bietet cereneo eine Online Konsultation an.

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